Schmierung oder Hydraulik: die erste Sortierung
Bei der Schmierstoffabgabe versorgt der Aufroller eine Zählpistole aus Fass oder Tank über eine Druckluftpumpe. Der Druck bleibt moderat, und der kritische Punkt ist die Viskosität: Ein zähes Öl in einem zu dünnen Schlauch macht aus der Pumpe eine Bremse.
In der Hydraulik führt der Aufroller ein Medium unter hohem Druck zu einem Werkzeug oder Zylinder. Alles hängt dann von der Druckfestigkeit der Einheit und der Qualität der Drehdurchführung ab, die Druck und Rotation gleichzeitig aushält.
Viskosität, Durchmesser, Temperatur
Die Viskosität eines Öls schwankt stark mit der Temperatur: Ein in der beheizten Werkstatt flüssiges Öl wird im unbeheizten Raum im Winter zäh, und der Durchfluss bricht ein. Deshalb wird bei der Schmierstoffabgabe der Durchmesser überdimensioniert, statt den Pumpendruck zu erhöhen — letzteres verschleißt das Material, ohne das Problem zu lösen.
In der Praxis deckt Ø 1/2″ die meisten Schmierplätze ab; Ø 3/8″ genügt in der Hydraulik, wo der Druck den kleineren Querschnitt ausgleicht.
Die Dichtungen entscheiden über die Verträglichkeit
Klassische Mineralöle vertragen sich mit NBR, Standard und wirtschaftlich. Synthetiköle, manche schwer entflammbare Hydraulikflüssigkeiten und hohe Temperaturen erfordern Viton oder PTFE. Eine unverträgliche Dichtung zeigt sich nicht sofort: Sie quillt, härtet aus und leckt nach einigen Monaten.
Für lebensmittelechte Öle werden Edelstahl und geeignete Dichtungen zur Regel, aus Hygiene- ebenso wie aus Verträglichkeitsgründen.
Die Spur am Boden, das zu spät entdeckte Kriterium
Ein Standard-Hydraulikschlauch hat eine schwarze, mit Ruß gefüllte Decke. Mehrmals täglich abgewickelt und über einen lackierten Boden, Werkstattfliesen oder ein helles Harz gezogen, hinterlässt er eine graue Spur, die die Reinigung nicht entfernt. Der Mangel zeigt sich erst nach Wochen, wenn der Schaden da ist.
Das Kriterium gibt es und es lässt sich in einem Satz erfragen: Ist der Schlauch non-marking? Wenige Hersteller bieten das im Katalog, also ist es vor der Bestellung zu prüfen statt zu erhoffen. Bei Zeca übernehmen die Artikel 8446 und 8448 der Serie 8400 den 10-mm-Schlauch 1SC mit 180 bar in einer blauen Non-Marking-Ausführung, auf 15 und 18 Metern.
Der Rest der Serie deckt Öl von 160 bis 400 bar je nach montiertem Schlauch ab. Zu hohen Drücken und Fragen der Druckstufe siehe auch die Seite Fettaufroller.



