Druck und Temperatur gehören zusammen
Bei Sattdampf wird die Temperatur durch den Druck bestimmt. Die direkte Folge: Der angegebene zulässige Druck eines Schlauchs sinkt mit der Temperatur, und diese Abwertung steht immer in der Herstellerdokumentation. Die Betrachtung allein in bar, bei Kaltwasser gültig, gilt hier nicht mehr.
Dichtungen und Materialien
Dampf erfordert Dichtungen aus PTFE oder auf Graphitbasis und ein Drehdurchführungsgehäuse aus Messing oder Edelstahl je nach Temperatur und Aggressivität des Speisewassers. Auf der Trommelseite genügt lackierter Stahl, solange der Dampf im Schlauch bleibt, aber Edelstahl ist Pflicht, sobald die Umgebung dauerhaft feucht ist — was um einen Dampfarbeitsplatz häufig ist.
Der Katalog von Limatec zeigt gut den Abstand zwischen gelegentlichem Dampf und regelmäßigem Dampfbetrieb, zwei Bedürfnisse, die das Verkaufsvokabular oft verwechselt. Der Bergalav-Schlauch aus EPDM verträgt gelegentlichen Dampf, ohne dafür konzipiert zu sein: Eine Heißwasserreinigung mit zwischengeschaltetem Dampf schadet ihm nicht, aber er ist nur für 10 bar angegeben. Der Biovast aus NBR ist der einzige, der für den fortlaufenden Dampfbetrieb gebaut ist, bei 165 °C in Satt- oder Heißdampf — und er fällt dann auf 6 bar, gegenüber 20 bar bei Wasser. Derselbe Schlauch wechselt also die Druckklasse je nach gefördertem Medium, und der Dampfwert muss zur Auslegung dienen, sobald die Leitung Dampf sehen wird.
Das Kondensat, ein oft vergessenes Thema
Sobald die Leitung stillsteht, kondensiert der Dampf und das Wasser sammelt sich an den Tiefpunkten, auch in der Trommel. Beim Wiederanfahren wird dieser Flüssigkeitspfropfen gewaltsam ausgetrieben: Das ist der Wasserschlag, der Kupplungen bricht und Schläuche verformt. Eine Entwässerung am Tiefpunkt und ein allmählicher Druckaufbau verhindern ihn.



