Betriebsdruck, Prüfdruck, Berstdruck
Drei Zahlen sind im Umlauf, und sie bedeuten nicht dasselbe. Der Betriebsdruck ist der, bei dem die Einheit dauerhaft arbeitet; er steht auf unseren Produktseiten. Der Prüfdruck ist der des Werkstests. Der Berstdruck beträgt bei einem Hochdruckschlauch klassisch das Vierfache des Betriebsdrucks.
Zu merken: Das schwächste Glied entscheidet. Ein mit 250 bar angegebener Aufroller mit einem 160-bar-Schlauch ist eine 160-bar-Einheit. Prüfen Sie stets die Übereinstimmung von Trommel, Schlauch und Kupplungen, besonders wenn der Schlauch von Dritten geliefert wird.
Die Drehdurchführung entscheidet über die Lebensdauer
Sie ist das am stärksten beanspruchte Bauteil und das erste, das versagt. Zuerst das Gehäusematerial: Messing für den üblichen Einsatz, verzinkter Stahl für Hochdruck, Edelstahl für Lebensmittelindustrie und korrosive Umgebungen. Dann die Dichtungen, die chemische Verträglichkeit und Temperaturbereich bestimmen — NBR deckt das Übliche ab, Viton und PTFE gehen deutlich höher.
Der zulässige Druck einer Durchführung sinkt mit wachsendem Durchmesser: Eine 3/8″-Durchführung hält weit über 350 bar, wo eine 2″-Durchführung bei rund 180 bar endet. Es ist ein direkter Kompromiss zwischen Durchfluss und Druck, ohne Ausweg.
Die Länge richtig wählen
Die angegebene Kapazität hängt stets von der Trommel-Schlauch-Kombination ab, nie von der Trommel allein. Dasselbe Modell nimmt üblicherweise 70 m in Ø 3/8, aber nur 50 m in Ø 1/2 auf. Gehen Sie von der tatsächlichen Entfernung aus, addieren Sie Montagehöhe und Bewegungsspielraum, und wählen Sie dann die Trommel, die diese Länge im vom Durchfluss vorgegebenen Durchmesser aufnimmt.



